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10 Einfache Tipps zur Einbruchprävention

Veröffentlicht: 15. Januar 2025 • Aktualisiert: 27. Januar 2025

Einbruchschutz muss nicht kompliziert oder teuer sein. Mit diesen 10 einfachen Massnahmen können Sie das Risiko eines Einbruchs bereits deutlich reduzieren. Die meisten dieser Tipps lassen sich sofort und ohne zusätzliche Kosten umsetzen. Laut aktuellen Statistiken finden die meisten Einbrüche tagsüber statt – umso wichtiger ist es, auch bei kurzer Abwesenheit alle Sicherheitsmassnahmen zu beachten.

Warum einfache Massnahmen so effektiv sind

Einbrecher suchen nach leichten Zielen. Wenn ein Einbruch länger als 3-5 Minuten dauert oder zu viel Aufmerksamkeit erregt, brechen die meisten Täter den Versuch ab. Genau hier setzen diese einfachen Massnahmen an – sie machen es Einbrechern schwerer und erhöhen das Entdeckungsrisiko erheblich. In Kombination mit mechanischen Sicherungen bilden sie ein effektives Gesamtkonzept.

Praktische Massnahmen für den Alltag

Anwesenheit simulieren

Nutzen Sie Zeitschaltuhren für Lampen, Radio oder TV, um auch bei Abwesenheit Anwesenheit vorzutäuschen. Moderne Smart-Home-Systeme können Beleuchtung zufällig steuern.

Türen und Fenster immer verschliessen

Auch bei kurzer Abwesenheit sollten alle Türen und Fenster geschlossen und abgeschlossen sein. Gekippte Fenster sind eine Einladung für Einbrecher.

Keine Hinweise auf Abwesenheit

Vermeiden Sie Social-Media-Posts über Ihre Abwesenheit. Bitten Sie Nachbarn, den Briefkasten zu leeren und Rollläden zu bewegen.

Gute Beleuchtung

Installieren Sie Bewegungsmelder an Eingängen und dunklen Ecken. Gut beleuchtete Bereiche schrecken Einbrecher ab.

Leitern und Werkzeug sichern

Lassen Sie keine Leitern, Gartenwerkzeuge oder andere Hilfsmittel frei zugänglich liegen, die Einbrecher nutzen könnten.

Nachbarschaftshilfe

Pflegen Sie gute Kontakte zu Nachbarn. Gegenseitige Aufmerksamkeit und Hilfe sind ein effektiver Schutz.

Wertsachen nicht sichtbar

Bewahren Sie Wertsachen nicht sichtbar auf und zeigen Sie diese nicht offen. Nutzen Sie einen Safe für besonders wertvolle Gegenstände.

Schlüssel niemals verstecken

Verstecken Sie Schlüssel niemals unter Fussmatte, Blumentopf oder ähnlichen Orten. Einbrecher kennen alle gängigen Verstecke.

Kostenlose Beratung anfragen

Fordern Sie eine kostenlose Sicherheitsberatung an, um ein ganzheitliches Schutzkonzept für Ihr Zuhause zu entwickeln.

Anwesenheitssimulation richtig nutzen

Eine der effektivsten kostenlosen Massnahmen ist die Simulation von Anwesenheit. Einbrecher beobachten oft Objekte über mehrere Tage, um Abwesenheitsmuster zu erkennen. Mit Zeitschaltuhren für Lampen, Radio oder Fernseher können Sie diese Beobachtung durchkreuzen. Moderne Smart-Home-Systeme gehen noch einen Schritt weiter und können Beleuchtung zufällig steuern, was besonders realistisch wirkt.

Besonders wichtig ist Anwesenheitssimulation während der Ferienzeit, wenn Sie längere Zeit abwesend sind. Kombinieren Sie Zeitschaltuhren mit der Hilfe von Nachbarn, die Briefkästen leeren und Rollläden bewegen. So wirkt Ihr Zuhause auch bei längerer Abwesenheit bewohnt.

Türen und Fenster: Die erste Verteidigungslinie

Über 40% aller Einbrüche erfolgen durch nicht verschlossene Türen und gekippte Fenster. Selbst bei kurzer Abwesenheit – etwa beim Gang zum Briefkasten oder zum Nachbarn – sollten alle Zugänge verschlossen sein. Einbrecher nutzen auch kleinste Zeitfenster aus.

Gekippte Fenster sind eine besondere Einladung für Einbrecher, da sie sich in wenigen Sekunden öffnen lassen. Investieren Sie in Fenstersicherungen und einbruchhemmende Fenster, wenn Sie regelmässig lüften möchten, ohne Fenster ganz zu schliessen. Moderne RC2-zertifizierte Fenster bieten erheblich mehr Schutz als Standardfenster.

Beleuchtung als Abschreckung

Gut beleuchtete Bereiche schrecken Einbrecher ab, da sie das Entdeckungsrisiko erhöhen. Bewegungsmelder an allen Eingängen und dunklen Ecken sind eine kostengünstige und sehr effektive Massnahme. Achten Sie darauf, dass die Sensoren richtig ausgerichtet sind, um Fehlauslösungen durch Tiere oder vorbeigehende Passanten zu minimieren.

Kombinieren Sie Aussenbeleuchtung mit innerer Beleuchtung durch Zeitschaltuhren. Eine vollständige Alarmanlage mit Kameras bietet zusätzlichen Schutz und ermöglicht Ihnen, auch aus der Ferne nach dem Rechten zu sehen. Viele moderne Systeme senden Benachrichtigungen aufs Smartphone, wenn Bewegungen erkannt werden.

Nachbarschaftliche Zusammenarbeit

Eine aufmerksame Nachbarschaft ist Gold wert für die Sicherheit. Pflegen Sie gute Kontakte zu Ihren Nachbarn und tauschen Sie Telefonnummern aus. Informieren Sie vertrauenswürdige Nachbarn über längere Abwesenheiten und bitten Sie sie, ein Auge auf Ihr Haus zu haben.

Gegenseitige Hilfe funktioniert in beide Richtungen: Leeren Sie Briefkästen, bewegen Sie Rollläden, parken Sie gelegentlich in der Einfahrt. In vielen Gemeinden gibt es organisierte Nachbarschaftswachen, die sich gemeinsam für mehr Sicherheit einsetzen. Informieren Sie sich bei Ihrer lokalen Polizei über entsprechende Programme in Ihrer Region.

Social Media: Vorsicht vor zu viel Information

In der digitalen Welt teilen viele Menschen bereitwillig Informationen über ihre Abwesenheit. Posts wie "Im Urlaub für 2 Wochen!" oder Check-ins an fernen Orten sind für Einbrecher wertvolle Hinweise. Verzichten Sie während Ihrer Abwesenheit auf Social-Media-Posts und teilen Sie Urlaubsfotos erst nach Ihrer Rückkehr.

Überprüfen Sie auch Ihre Privatsphäre-Einstellungen auf Social Media. Können Fremde sehen, wo Sie wohnen, wann Sie unterwegs sind oder welche Wertgegenstände Sie besitzen? Schränken Sie die Sichtbarkeit Ihrer Posts auf vertrauenswürdige Freunde ein.

Verhalten bei Verdacht

Wenn Sie verdächtige Personen oder Aktivitäten in Ihrer Nachbarschaft bemerken, zögern Sie nicht, die Polizei zu informieren. Notieren Sie sich Details wie Aussehen, Kleidung, Fahrzeuge und Kennzeichen. Versuchen Sie jedoch niemals, selbst einzugreifen oder Verdächtige anzusprechen. Mehr zum richtigen Verhalten im Ernstfall erfahren Sie in unserem ausführlichen Artikel.

Kombination mit professionellen Massnahmen

Diese einfachen Tipps bilden eine gute Grundlage für Ihren Einbruchschutz. Für optimalen Schutz sollten sie jedoch mit professionellen Sicherheitsmassnahmen kombiniert werden. Je nach Wohnsituation und Budget kommen verschiedene Lösungen in Frage:

Regionale Besonderheiten beachten

Die Einbruchgefahr variiert je nach Region. Städtische Gebiete und Agglomerationen sind stärker betroffen als ländliche Regionen. Informieren Sie sich über die Situation in Ihrer Region:

Checkliste: Haben Sie an alles gedacht?

Tägliche Routine:

  • Alle Türen und Fenster verschlossen?
  • Alarmanlage aktiviert?
  • Gartenwerkzeug und Leitern weggeschlossen?
  • Aussenbeleuchtung funktioniert?

Vor längerer Abwesenheit:

  • Zeitschaltuhren programmiert?
  • Nachbarn informiert?
  • Post umgeleitet oder Briefkasten wird geleert?
  • Keine Social-Media-Posts über Abwesenheit?
  • Wertsachen fotografiert und dokumentiert? (für Versicherung)

Häufig gestellte Fragen